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DIAKONIE |
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Diakonisches
Werk
im
Main-
Tauber- Kreis
Kirchweg 3
97941 Tauberbischofsheim
Telefon:
09341 / 9280-0
Telefax: 09341 / 9280-28
info@diakonie-tbb.de
www.diakonie-tbb.de

Evangelische Sozialstation
Bahnhofstraße 17
97877 Wertheim
Telefon:
09342 / 22880
Telefax: 09342 / 22839
info@ev-sw.de
http://www.ev-sw.de

Wohnstift Hofgarten
Frankensteiner Straße 10-12
97877 Wertheim
Telefon: (0 93 42) 9 03-0
E-Mail: info@wohnstift-hofgarten.de
www.wohnstift-hofgarten.diakonie-baden.de/einrichtungen/ehome/2117/wohnstift-hofgarten.de
Evangelisches
Diakonissenmutterhaus Frankenstein
e.V.
Das
Evangelische. Diakonissenmutterhaus Frankenstein e.V. in Wertheim am
Main,
Frankensteiner Str. 4, 97877 Wertheim
wurde 1866 in Frankenstein, Schlesien gegründet.
Das Diakonissenmutterhaus gehört
dem Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissenmutterhäuser
und dem Diakonischen Werk Baden an.
1946 hatte
das Diakonissenmutterhaus auf dem Reinhardshof in Wertheim mit seinen
Diakonissen neu begonnen.
1952 wurde ein neues Mutterhausgelände
im Stadtteil Wertheim - Hofgarten errichtet.
Mit seinen Diakonissen betreute das Diakonissenmutterhaus früher:
Gemeindestationen, Krankenhäuser,
Altenheime, Kinderpflegerinnenschule, Haushaltsschule, Erholungshäuser
und anderes.
Als gemeinnütziger
Verein hat das Diakonissenmutterhaus die Förderung
und das Verständnis
für
die Diakonie zum Ziel.
Zur Erfüllung
dieser Ziele bietet das Diakonissenmutterhaus nachfolgende Angebote:
O Seniorentage „Zu Hause schlafen, tagsüber
Gemeinschaft"
O Männervesper
O Einkehrtage
O Frauenfrühstück
O Diakonische Gemeinschaft
O Kinderpflegerinnenverband
O Kurzzeitpflege
O Krankenhausnachsorge
O Urlaub und Erholung
O Wohnstift Hofgarten (Gesellschafter)
O Gottesdienst und Andachten
O Tagungsetage
Spendenkonto
Nr. 300 22 92
Sparkasse
Tauberfranken (BLZ 673 525 65)
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Altenpflegeschule
auf dem Gelände
des Diakonissenmutterhauses
Aus-
und Weiterbildung im Johanniter-Bildungszentrum
Die staatlich anerkannte Johanniter-
Altenpflegeschule im Hofgarten bietet die Ausbildung zum/zur
Altenpflegehelfer/in und zum/zur staatlich geprüften
Altenpfleger/in an. Die Ausbildung in Theorie und Praxis dauert bis
zum Examen als staatlich geprüfte/r
Altenpfleger/in 3 Jahre, der Abschluss
als Altenpflegehelfer/in ist nach einem Jahr möglich.
Für
auswärtige
Schüler/innen
werden Wohnmöglichkeiten
in der Schule angeboten.
Die
theoretische Ausbildung erfolgt an der Schule, der praktische Teil der
Ausbildung kann in einer Altenpflegeeinrlchtung vor Ort, also in der
eigenen Umgebung, absolviert werden. Um möglichst
vielfältige
Erfahrungen im Berufsfeld Altenpflege zu erhalten, beinhaltet die
praktische Ausbildung zudem noch Einsätze
in einer Sozialstation und im geronto-psychiatrischen und
geriatrischen Bereich.
Neben
der Altenpflege-Ausbildung bietet die Schule als Weiterbildungsstätte
berufsbegleitende Weiterbildung zur "Pflegedienstleitung in
ambulanten Diensten und Sozialstationen" und zur "Stations-
und Gruppenleitung" an.
Genutzt
wird das Johanniter-Bildungszentrum nicht zuletzt auch für
mehrtägige
Fortbildungen für
Ausbilder/innen der Johanniter, Jugendgruppen und anderer Gruppen, die
die Unterbringungs- und Verpflegungsmöglichkeiten
in reizvoller und ruhiger Lage zu schätzen
wissen.
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© Fränkische Nachrichten -
03.11.2011
25
Jahre Diakonische Jugend- und Sozialarbeit (Teil 3 und Ende): "Erreichen -
Halten - Fördern"
MAIN-TAUBER-KREIS. Diese Beratung macht Jugendliche "startklar"
"Zu Beginn hat die Lehre ja schon Spaß gemacht. Aber dann gab es Ärger
mit Kollegen und schlechte Noten in der Berufsschule. Ich brauchte jetzt
Alkohol, um mich weg zu beamen. Dann bekam ich große Schwierigkeiten mit dem
morgendlichen Aufstehen und noch mehr Ärger mit den Kollegen und dem Chef,
und schon war meine Ausbildungsstelle weg." Dies berichtete Marco (Name
wurde geändert) im ersten Beratungsgespräch bei –‚Startklar'.
Über einen Freund hatte Marco von der Kompetenzagentur –‚Startklar' in
Tauberbischofsheim erfahren. Es sei eine Anlaufstelle für junge Menschen
ohne Ausbildung und Arbeit, und hier werde einem weitergeholfen, sagte der
Freund zu ihm. Ganz schnell konnte er einen ersten Termin vereinbaren.
Marco ist einer von 28 jungen Menschen, die derzeit bei – ‚Startklar' vom
Verein Diakonische Jugend- und Sozialarbeit unter dem Dach der Diakonie im
Kirchweg beraten und betreut werden. Das Rahmenkonzept der Kompetenzagentur
ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend. Es wird über den Europäischen Sozialfonds (ESF-Mittel) gefördert und
vom Kreisjugendamt, der Diakonie und Spenden des Vereins finanziell
unterstützt.
Kompetente Hilfe
In ganz Deutschland
gibt es seit Oktober 2007 rund 200 Kompetenzagenturen, die im Logo die
Grundziele "Erreichen - Halten - Fördern" herausstellen. Nach Abschluss der
ersten Phase ist nun klar, dass das Modellprojekt Kompetenzagentur
bundesweit weitergeführt wird. Es habe sich gezeigt, dass hier vielen jungen
Leuten kompetent weiter geholfen wird.
Die beiden Sozialpädagogen Birgit Schulz und Peter Fischer-Rapp beraten und
begleiten junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, die persönliche und
berufliche Orientierung suchen. Junge Menschen, deren Lebens-, Schul- oder
Berufssituation besonders schwierig ist, sind hier willkommen.
Marco erlebte in der Kompetenzagentur Fachleute, die sich seine
Lebenssituation genau anhörten und sich für ihn viel Zeit nahmen. Natürlich
alles vertraulich, versteht sich, denn sie unterliegen ja der
Schweigepflicht. Nach dem Besprechen der Ausgangslage überlegte man
gemeinsam in weiteren Schritten gangbare Ziele, für die es sich anzustrengen
lohnt. Im Laufe der Gespräche bezog man immer mehr das persönliche Umfeld
von Marco und die daraus erwachsenen Schwierigkeiten mit ein und suchte auch
hier gemeinsam nach Lösungen. Immer wieder sei er hier ermutigt worden, den
Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern selbst aktiv sein Leben in die
Hand zu nehmen, berichtete Marco später seinem Freund. "Einmal hat mich
Birgit Schulz sogar zu Hause besucht, weil ich einen Termin verbummelt
habe," stellte Marco verwundert fest. "Dass ich für die so wichtig bin, hat
mich total überrascht."
So hat man in der Beratungsstelle einen Berufseignungstest mit Marco
absolviert und gemeinsam überlegt, in welche Richtung er sich beruflich
orientieren könnte. Ein Gespräch mit der Berufsberatung wurde vermittelt und
half ihm hier auch ein Stück weiter. Marco suchte auch das Gespräch bei der
Suchtberatung in Tauberbischofsheim, da ihm klar geworden ist, dass er mit
Alkohol keine Probleme lösen kann.
Mit einer neuen Bewerbung für eine Ausbildungsstelle in der Tasche verließ
er voller Tatendrang dann die Räumlichkeiten der Kompetenzagentur im Gebäude
der Diakonie in Tauberbischofsheim. Die Bewerbung musste natürlich gleich
zur Post. Am liebsten hätte er sie persönlich überreicht, denn er war
überzeugt dass er jetzt wieder ganz neu durchstarten kann. rw
Information, Beratung und individuelle pädagogische Hilfe
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Das Ziel
der Kompetenzagentur
„Startklar"
im Main-Tauber-Kreis ist es, jungen Menschen durch Information, Beratung und
individuelle sozialpädagogische Hilfen eine tragfähige berufliche Zukunft
zu ermöglichen.
■
Die
Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27
Jahren, die beim Übergang in Ausbildung und Arbeit besondere
Unterstützung brauchen.
■
Ansprechpartner sind Birgit Schulz, Diplom Sozialpädagogin und Peter
Fischer-Rapp, Diplom Sozialpädagoge.
■
Kontaktaufnahme: Die Kompetenzagentur
„Startklar" im Main-Tauber-Kreis befindet sich im Diakonischen Werk,
Kirchweg 3, in Tauberbischofsheim. Außensprechstunden gibt es bei der
Diakonie, Mühlenstraße 3 - 5, (Stiftshof) in Wertheim und bei der Diakonie
in der Härterichstraße 18 in Bad Mergentheim. Alle Termine nach
Vereinbarung.
■
Telefon:
09341 / 92 80 -17 (außerdem die Endnummern 16 oder 21). - Mobil: 01 51-11 09
55 26 oder 01 51- 53 75 8615
■
E-Mail:
birgit.schulz@diakonie.ekiba.de oder peter.fischer-rapp@diakonie.ekiba.de.
rw
© Fränkische Nachrichten - 11.06.2011
Diakonische
Jugend- und Sozialarbeit:
Ehrung für Robert Weisensee
und Alfred Wetterich
MAIN-TAUBER-KREIS. Kronenkreuz in Gold
verliehen
Das Kronenkreuz in Gold des Diakonischen Werkes der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) überreichte Vorsitzender Pfarrer
Gerd Stühlinger gleich zwei Mal in der jüngsten Mitgliederversammlung des
Vereins Diakonische Jugend- und Sozialarbeit. Alfred Wetterich
und Robert
Weisensee (beide Wertheim) seien als Gründungsmitglieder des Vereins seit 25
Jahren im Vorstand engagiert, so der Vorsitzende
in seiner
Laudatio.
Alfred
Wetterich habe all
die Jahre mit seiner umsichtigen Kassenführung
dafür gesorgt, dass die sozialpädagogische Arbeit mit arbeitslosen
Jugendlichen vorgenommen werden konnte. Auch in Zeiten finanzieller Engpässe
fand Wetterich zusammen mit dem Vorstand immer eine gute Lösung, dass die
beiden Hauptamtlichen finanziert und die Arbeit fortgesetzt werden konnte.
Mit seiner
Protokollführung und Pressearbeit hat Robert Weisensee dem Verein 25 Jahre
gedient und dafür gesorgt, dass diese wichtige Arbeit in der Öffentlichkeit
wahrgenommen wird.
Die Urkunde
für diese höchste Auszeichnung der Diakonie in der EKD wurde vom Präsidenten
Johannes Stockmeier und Oberkirchenrat Urs Keller, dem Vorstandsvorsitzenden
der Diakonie in Baden unterschrieben.
Bei den
Neuwahlen bestätigte die Mitgliederversammlung Pfarrer Gerd Stühlinger
(Tauberbischofsheim) als Vorsitzenden. Seine Stellvertreterin ist wieder
Ingrid Kleinheinz (Lauda). Die Kasse führt nach wie vor Alfred Wetterich und
die Schriftführung übernimmt weiterhin Robert Weisensee. Die
Geschäftsführung des Vereins hat Marlies Lind vom Diakonischen Werk im
Main-Tauber-Kreis. Neu im Vorstand ist Pfarrer Matthias Lenz (Lauda), der
als Bezirksdiakoniepfarrer künftig im Vorstand mitarbeitet.
Der
Wirtschaftsplan für das laufende Jahr wurde mit 123 550 Euro an Ausgaben und
mit 114 150 Euro an Einnahmen verabschiedet. Das Defizit muss aus Rücklagen
finanziert werden. Trotz des Rückgangs der Jugendarbeitslosigkeit im Kreis
sei der zu betreuende Personenkreis stabil geblieben, stellte Gerd
Stühlinger fest. Er hoffe sehr, dass das Projekt „Kompetenzagentur
Startklar" auch künftig über das Bundesprogramm gefördert wird und somit die
Arbeit im gesamten Main-Tauber-Kreis weiterlaufen kann.
rw
Diakonische
Jugend- und Sozialarbeit:
Bericht in der
Mitgliederversammlung
Berufliche Perspektiven öffnen
Um junge
Menschen, die ohne Beschäftigung sind und sich teilweise nicht mehr bei der
Berufsberatung melden, kümmert sich seit Jahren kreisweit der Verein
Diakonische Jugend- und Sozialarbeit. 2010 betreuten Birgit Schulz und Peter
Fischer-Rapp im Projekt „Kompetenzagentur Startklar" intensiv über 40
Ratsuchende aus dem gesamten Kreis. Darüber hinaus gab es Beratungsgespräche
zur Klärung beruflicher Perspektiven und persönlicher Anliegen, berichtete
Diplom-Sozialpädagogin Birgit Schulz in der Mitgliederversammlung in
Tauberbischofsheim.
Im
sogenannten Casemanagement werden die Klienten oft wochenlang begleitet,
persönliche Defizite und Probleme aufgearbeitet und sämtliche
Voraussetzungen für eine berufliche Bewerbung erarbeitet. Manchmal ist auch
eine Vermittlung in die Berufsberatung oder an eine andere Fachstelle
angesagt. Der Kontakt zum Ratsuchenden kann schon mal fünf bis sechs Stunden
pro Woche beanspruchen, denn die psychischen Probleme und Defizite in der
Persönlichkeitsstruktur nehmen zu, so die Sozialpädagogin im Bericht über
ihre Arbeit. Deshalb werden auch Hausbesuche gemacht, um die Betroffenen für
den nächsten Schritt in die berufliche Integration wieder neu zu motivieren.
Bei 75 Prozent der abgeschlossenen Fälle konnte eine berufliche Perspektive
für die Betroffenen gefunden werden, worüber sich die Vereinsmitglieder
freuten.
Die Hauptamtlichen haben inzwischen ein Netzwerk im
gesamten Main-Tauber-Kreis aufgebaut und halten Kontakt zu allen für die
Betroffenen relevanten Fachstellen und Behörden. Die konstante Nachfrage
nach dieser qualifizierten Beratungs-
und Begleitungsarbeit zeigt, dass die Kompetenzagentur inzwischen
recht gut
etabliert ist,
so Schulz. Sie lobte die
gute
Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt, das die Arbeit großzügig
finanziell
fördert. Auch
mit der
Berufsberatung und den Fallmanagern des Job-
Centers arbeite
man gut zusammen.
Sorgen bereitet den Hauptamtlichen und den
Vereinsmitgliedern die Fortführung des allseits anerkannten Projektes
„Kompetenzagentur Startklar", denn die Förderung durch den
Europäischen Sozialfonds
(ESF) auf Bundesebene endet mit dem 31.
August dieses
Jahres.
Zwar wurde das
Interesse des Vereins am Nachfolgeprojekt
nun positiv
beschieden, doch muss der Verein mit seinem Antrag
sich dem
Wettbewerb auf
Bundesebene stellen
und auf eine
Zusage hoffen,
rw
© Fränkische Nachrichten - 05.11.2009
Tag der offenen Tür:
Diakonisches Werk stellte seine neu entstandenen Räume im Stiftshof vor
WERTHEIM.
Positive
Wirkung auf die Arbeit
Mit einer Feierstunde und anschließendem "Tag der offenen Tür" wurden am
Dienstagnachmittag die neuen Räumlichkeiten des Diakonischen Werkes im
evangelischen Gemeindehaus Stiftshof und die vielfältigen Aufgaben der
Beratungsstelle vorgestellt. Den Song "Think of me" aus dem Phantom der Oper
stellten Sonja Miranda-Martinez (Gesang) und Manfred Lutz (Klavier) an den
Anfang.
Beim Kanon "Der Himmel geht über allen auf", gesungen vom neuen
"Generationenchor", bei dem die Kinder an diesem Tag nicht teilnehmen
konnten, bezog Manfred Lutz mit ein und gratulierte auch gleich mit einem
Kanon einer Seniorin und dem Oberbürgermeister zum Geburtstag.
Diakonie und Kirche untrennbar
Dienststellenleiterin Elisabeth Silbermann sagte bei ihrer Begrüßung : "Die
großzügigen neuen und hellen Räume wirken sich sehr positiv auf die Arbeit
und die Klienten aus". In seinem Grußwort stellte Dekan Hayo Büsing fest,
dass Kirche und Diakonie untrennbar zusammen gehören und die Nähe der beiden
Einrichtungen in Wertheim gegeben ist. Seit 1982 werde im Stiftshof die
Beratungsarbeit in enger Verbindung mit der Kirche angeboten, so Büsing, der
die kurzen Wege schätze und sich auch weiter mit der Diakonie für Menschen
in Not in Wertheim einsetzen wolle.
Lücken im Netz schließen
Als sehr lobenswert stufte der OB das neue Projekt "Füreinander -
Miteinander" ein. Es sei zeitgemäß und vernetze Senioren mit der jungen
Generation. "Sie schließen Lücken im sozialen Netz, wie Sie das auch schon
bei der Wertheimer Tafel tun und dafür sind wir Ihnen alle dankbar," so
Mikulicz. Für Marlies Lind, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im
Main-Tauber-Kreis, ging mit dem Bezug der neuen Räume ein Herzenswunsch in
Erfüllung. "Mitten in der Stadt sind wir mit unserer Beratung seit Anfang
der 80er Jahre präsent und für die Menschen da, die Hilfe brauchen und einen
Ort der Zuflucht suchen." Man habe sich trotz räumlicher Enge weiter
entwickelt. Sie dankte Schuldekan Rolf Schwab und der gemeinsamen
Mitarbeiter-Vertretung im Kirchenbezirk, dem Dekan und dem Ältestenkreis,
dass sie diese neue Lösung ermöglicht haben und die Diakonie somit ein
fester Bestandteil der Hausgemeinschaft bleiben konnte.
Angebote vorgestellt
Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Sozialpädagogin Elke Hauenstein und
Diplompädagogin Elisabeth Silbermann s tellten
die Arbeitsbereiche Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, die
Angebote zur Sexualprävention an Schulen, die Beratung bei unerfülltem
Kinderwunsch und die Sozialrechtliche Beratung vor. Zudem wurden über die
Selbsthilfegruppen für psychisch kranke Menschen, für Menschen mit
Hörbehinderung, für allein erziehende Mütter und Väter, für Menschen mit
oder nach einer Krebsbehandlung und für Menschen mit Suchtproblemen
informiert. Sozialpädagoge Alex Schuck ging auf das Projekt Präventive
Jugendhilfe Wertheim ein, das seit September 2008 im Rahmen der sozialen
Stadt in Trägerschaft des Diakonischen Werks und mit Unterstützung der Stadt
angeboten wird. Er berät Jugendliche, geht an Schulen mit den Themen "Umgang
mit dem Geld und Internet" und leitet ein Bandprojekt im Jugendhaus.
Modernes Beratungszentrum
Im Anschluss an die Feierstunde konnten die Gäste im Rahmen des "Tages der
Offenen Tür" die renovierten und neu möblierten Räumlichkeiten besichtigen.
Auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern entstand in der ehemaligen
Hausmeisterwohnung im Stiftshof ein modernes Beratungszentrum. rw
© Fränkische Nachrichten - 05.11.2009
Diakonisches
Werk: Neues Projekt "Miteinander - Füreinander" ist im Wertheimer Stiftshof
angesiedelt und soll ältere und jüngere Menschen verbinden
WERTHEIM.
Brücken bauen zwischen den Generationen
"Füreinander - Miteinander" heißt das neue Projekt des Diakonischen Werkes
in Wertheim. Diplom Sozialpädagogin Monika Sorg will die Begegnung der
jüngeren mit der älteren Generation ermöglichen und Verständnis füreinander
wecken.
Seit dem 1. Oktober gibt es das generationsübergreifende Projekt, das im
Rahmen einer Feierstunde zum Umzug in die neuen Räume des Diakonischen
Werkes im Stiftshof am Dienstag vorgestellt wurde. Jung und Alt verbinden
wenige "Brücken der Verständigung", so Monika Sorg, die auch den Bereich
"Systemische Familientherapie" und "Unterstützende Angebote für Familien" im
Diakonischen Werk begleitet. Die Kombination von Jung und Alt sei mit viel
Skepsis belegt und auch in Wertheim weitgehend Neuland. Im Privaten
funktioniere es, dass Generationen sich gegenseitig bereichern und
füreinander einstehen, sich jedoch für Fremde zu engagieren, stelle eher die
Ausnahme dar. Sorgs Ziel ist es, die ältere Generation aktiv in das
gesellschaftliche Leben einzubeziehen und eine Begegnung mit der jüngeren
Generation zu ermöglichen. Beide Seit en
sollen sich mit den Erfahrungen der anderen Generation auseinander setzen.
Das schaffe Bereicherung und Verständnis füreinander. In ihrer
Bestandsaufnahme stellte sie fest, dass es in Wertheim rund 2000 Haushalte
mit älteren, allein stehenden Mitbürgern gibt. Angebote für Ältere
existieren ihrer Ansicht nach zu wenig, weshalb die Vereinsamung
programmiert sei.
Für zwei Jahre ist das Projekt "Füreinander - Miteinander" aus Mitteln der
"Opferwoche der Diakonie in Baden" bei einem Deputat von 25 Prozent beim
Diakonischen Werk eingerichtet. Ehrenamtliche werden für die Umsetzung der
Ziele gebraucht. Was Sorg positiv stimmt, sind die interessierten und
mobilen Senioren und die geeigneten Räumlichkeiten im Stiftshof. Ältere
Menschen forderten nicht, dass für sie etwas gemacht wird, deshalb gäbe es
von staatlicher Seite auch keine Notwendigkeit, für sie Geld auszugeben. Die
Fachfrau definierte die Vereinsamung und Merkmale des Generationskonfliktes.
"Die Achtung vor dem Alter ist auf einem Tiefstand angekommen", bilanzierte
sie. Bei den geplanten Aktivitäten kann sie sich vorstellen, dass Senioren
Patenschaften für junge Menschen übernehmen und deren berufliche Integration
fördern. Auf der anderen Seite könnten Jugendliche interessierte Senioren am
PC, im Internet oder am Handy weiterhelfen. Außerdem bestehe die
Möglichkeit, dass Ältere junge Familien oder Alleinerziehende in Fragen der
Erziehung oder bei Behördengängen begleiten, im Gegenzug werden Gartenarbeit
oder Einkäufe erledigt. Sie denke auch an Patenschaften für bedürftige
Kinder. Ganz wichtig wäre ihr, dass Senioren als Zeitzeugen in die Schulen
gingen und zu einem lebensnahen Unterricht beitrügen, so Sorg. Sie könne
sich auch vorstellen, dass Schulklassen soziale Projekte in Seniorenheimen
anbieten oder Nachbarschaftshilfe leisten.
Der eingangs der Feierstunde singende Chor war ein Teil des neuen
"Generationenchors", in dem Kinder aus der Jugendhilfe im ehemaligen
Melanchthonstift mit Senioren Lieder singen. Monika Sorg geht das Projekt
optimistisch an und und sucht jetzt interessierte Senioren, die bereit sind,
mit ihr in die Schulen zu gehen. Rw
Das Projekt "Füreinander - Miteinander" wird beim Diakonischen Werk in
Wertheim, Evangelisches Gemeindehaus (Stiftshof), koordiniert. Infos bei
Monika Sorg unter Telefon 0 15 12 /2 62 81 67, E-Mail: Sorg@diakonie-tbb.de.
zur Verfügung.
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