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© Fränkische Nachrichten -11.07.2011
Landesposaunentag
WERTHEIM.
Kollektengeld geht an zwei Projekte
Beim
Landesposaunentag in Wertheim waren die Gäste aus ganz Baden, aus
Frankreich und Südafrika und aus dem benachbarten Dekanat Aschaffenburg
sowie die Besucher aus der Region sehr spendierfreudig.
Beim Eröffnungskonzert in der Stiftskirche am Freitagabend kamen knapp
2000 Euro zusammen. Beim großen Abschlussgottesdienst an der
Main-Tauber- Halle am vergangenen Sonntag betrug die Kollekte mehr als
8000 Euro. Zusammen kann die Badische Posaunenarbeit gut 10 000 Euro an
zwei Projekte weiterleiten. 50 Prozent der Spenden bekommt die
Initiative „Brass for Peace" im Westjordanland in Palästina. Dort lernen
an der lutherischen Schule „Talitha Kumi" über 50 Kinder mit
Unterstützung der badischen Posaunenarbeit das Blasen auf einem
Blechblasinstrument. Ziel ist neben dem Aufbau eines Schulposaunenchores
vor allem die Stärkung der Persönlichkeit, der im Krisengebiet lebenden
Kinder. Die andere Hälfte der Kollekte vom Landesposaunentag erhält die
Jugendkirche Wertheim für die Anschaffung eines Kleinbusses und für die
technische Ausstattung. rw
© Fränkische Nachrichten -05.07.2011
Abschlussgottesdienst:
Das Motto „Eine feste
Burg..wurde von den Posaunenchören in vielfältiger Weise intoniert /
Landesbischof lobte besondere Atmosphäre
WERTHEIM. Durch Musik den Glauben verkünden
Rund
3000 Menschen versammelten sich am Sonntagnachmittag zum
Abschlussgottesdienst des Landesposaunentages auf dem
Verkehrsübungsplatz an der Main-Tauber-Halle. „Ein feste Burg..." - das
Motto des dreitägigen Treffens der evangelischen Posaunenchöre aus ganz
Baden - stand im Mittelpunkt des zweistündigen Musikgottesdienstes.
Musste man noch am Vormittag bei der musikalischen Morgenandacht an vier
Stellen der Stadt mit dem einsetzenden Regen fertig werden, erlebten die
rund 1500 Bläserinnen und Bläser und die große Gottesdienstgemeinde aus
dem gesamten Kirchenbezirk Wertheim am Nachmittag doch ein annehmbares
Wetter.
Zur Begrüßung erklang als Eröffnungsmusik natürlich „Ein feste Burg...",
komponiert von Traugott Fünfgeld, gewaltig intoniert vom großen Chor und
den Jungbläsern. Letztere hatten im Laufe des Nachmittags immer wieder
Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Landesobmann Pfarrer
Maximilian Heßlein freute sich über die vielen Besucher, zitierte den
Wochenspruch und sagte: „Oh ja, erquickt wurden wir in diesen Tagen in
Wertheim. Viele strömten aus ganz Baden und dem benachbarten Bayern
hierher und fanden in Jesu Namen ein Fest der Ermutigung und der
Gemeinschaft."
Die Bläser bestätigten dies auf ihre Weise durch ein langes,
mehrstimmiges Bläserzeichen. Die Predigt zu Martin Luthers Lied „Ein
fete Burg ist unser Gott" war in vier Sequenzen aufgeteilt: Großer
Chor, Auswahlchor und Jungbläser spielten im Wechsel zeitgenössische
Begleitsätze, die eigens für diesen Tag komponiert worden waren. In der
Liedbetrachtung ging es um das Bild einer Burg, die für Sicherheit und
Geborgenheit in Gott stehe.
Ermutigung
„Weil Gott für uns eine feste Burg ist, können wir uns dem Leben und den
Auseinandersetzungen mit der Welt stellen," so Oberkirchenrat Dr.
Matthias Kreplin. „Von den Antworten, die wir im Glauben gefunden
haben, sollten wir in Worten und Taten im Singen und Musizieren
verkündigen," ermutigte Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla. Über
Luthers Gottvertrauen sprach Gisela Kirchberg-Krüger vom
Landesarbeitskreis badischer Posaunenarbeit.
Inzwischen war eine Burg
aus Kartons neben der Hauptbühne aufgebaut worden. Dort hatten die
Teilnehmer des Landesposaunentages im Laufe der Tage ihre Sorgen, Ängste
und ihren Dank aufgeschrieben. In den Fürbitten kamen diese Anliegen zur
Sprache. Eine Brassband aus Port Elisabeth in Südafrika bereicherte mit
viel Elan das Musikprogramm. Musikalische Grüße überbrachte auch ein
Posaunenchor aus St. Hippolyte du Fort in Frankreich. Während des
Einsammelns der Kollekte war eine musikalische Bandbreite von einer
Mini-Suite über eine Sonata, Marching Samba bis hin zur Gospelmusik zu
hören.
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer nahm im Rahmen des Gottesdienstes acht
neue Posaunenchöre in den Landesverband auf. Hierzu gaben immer wieder
die Bläser ihre musikalische Zustimmung. „Sie haben Töne der Hoffnung in
die Stadt geblasen," sagte der Bischof in seinem Schlusswort und dankte
Gott, der Bläserfamilie, die nach Wertheim gekommen war, der Stadt, den
Gastgebern, den beiden Landesposaunenwarten und der Projektgruppe um
Bezirkskantor Manfred Lutz.
Gloria
zum Abschluss
Fischer
freute sich über die Luftaufnahme des Bläser-Logos, das am Mittag
mittels eines Hubschraubers entstand und nun schon verteilt werden
konnte. „Dieser Landesposaunentag mit seinem abwechslungsreichen
Programm, der Gemeinschaft und der besonderen Atmosphäre dieser Stadt,
hat mir besonders gut gefallen", sagte der Landesbischof. Mit dem
stimmungsvollen „Oh when the Saints" und dem erhabenden „Gloria sei dir
gesungen" von Johann Sebastian Bach klang der 27. Badische
Landesposaunentag in Wertheim aus. Mit dem Bläserzeichen, von vielen
hundert golden schimmernden Instrumenten in den Abendhimmel gehoben,
verabschiedeten sich die Gäste aus der Main-Tauber-Stadt.
rw
Die am Abschlussgottesdienst beteiligten Posaunenchore
■
Der
große Chor beim Abschlussgottesdienst bestand aus rund 1500 Bläsern aus
den badischen Posaunenchören und aus dem benachbarten Dekanat
Aschaffenburg, einem Chor aus Mittelfranken und den Gastchören aus
Südafrika und Frankreich
■
Die
Jungbläser aus den badischen Posaunenchören hatten einen besonderen
Auftritt.
■
Der
kleine Chor bestand aus dem Bläserkreis der Hochschule für Kirchenmusik
in Heidelberg, dem Mittelbadischen Bläserkreis sowie dem Nord- und
Südbadischen Blechbläserensemble.
■
Die
Leitung der in Summe riesigen Posaunenchöre hatten die
Landesposaunenwarte Heiko Petersen und Armin Schaefer.
■
Die
Kollekte wurde für das Projekt „Brass for Peace" in Palästina und für
die Jugendkirche in Wertheim gesammelt,
rw
© Fränkische Nachrichten -05.07.2011
Morgenandacht: Unter dem Motto "Von allen Seiten umgibst du mich"
erklang am Sonntagmorgen Musik von Posaunenchören aus allen vier
Himmelrichtungen
WERTHEIM.
Über den Dächern knisterte die Anspannung von Macher Armin Schaefer
Ein sicherer Kandidat für den Titel des "Highlights" des
Landesposaunentags war die musikalische Morgenandacht am Sonntag. Bei
dem Gottesdienst mit dem Titel "Von allen Seiten umgibst Du mich"
spielten an die 1000 Bläser, unterteilt in vier Regionalgruppen, auf der
Burg, dem Marktplatz, dem Stadtfriedhof und beim
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium wohlgemerkt gleichzeitig. Die Chöre hatten
jeweils einen eigenen Dirigenten und Geistlichen aus der
Badischen Landeskirche.
Die Fäden dieser organisatorisch äußerst anspruchsvollen Veranstaltung
liefen bei Landesposaunenwart Armin Schaefer, dem musikalischem
Koordinator des Posaunentags, zusammen. Vom Turm der Stiftskirche aus
hatte er alle Gruppen im Blick und stand über Funk mit ihnen in
Verbindung. In der jüngeren Vergangenheit, so berichtete er, habe er
schon ein paar Konzerte nach diesem Konzept geleitet, was aber nichts
daran ändere, dass jeder Versuch aufs Neue mit viel Anspannung und
Herausforderungen verbunden sei.
Verbindung per Funk
Die ersten Choräle spielten die riesigen Posaunenchöre, selbst in sich
kaum aufeinander eingespielt, noch einzeln. Da konnte nicht viel schief
gehen. Mit den ersten Tuttis aber wuchs die Anspannung: Würde die
Verbindung halten, die Dirigenten wenigstens genau gleichzeitig
anfangen? Abgesehen von Schaefers Funkmitteilungen hatten die Chöre
keine Möglichkeit zur Synchronisierung, zumal sich das Musikprogramm und
die Ansprachen der Pfarrer regelmäßig abwechselten. Die zwei Takte zum
Einzählen jeden Stückes waren das einzige, auf das sich die Chorleiter
verlassen konnten. Danach war Blindflug angesagt. In der Folge
kristallisierten sich in Sachen Tempo unweigerlich etwas energischere
und etwas behäbigere Gruppen heraus; mehr als einen Takt waren sie am
Ende aber selten auseinander, und selbst der dürfte einem Zuhörer, der
keinen so erhöhten und zentralen Aussichtsposten besaß, nicht
aufgefallen sein. Mit dem
Fortschreiten der Andacht wurden aber auch die Stücke schwerer; zum
entspannten Zuhören kam Schaefer nicht. Schicksalsergeben wie ein
General, dessen Möglichkeiten, das Geschehen vom Kartentisch aus zu
beeinflussen, ständig schrumpfen, und der ab einem gewissen Punkt
einfach auf die Fähigkeiten seiner Untergebenen vertrauen muss, schritt
er über die Aussichtsplattform: manch demonstrativ gelassenen Scherz auf
den Lippen, immer ein Auge auf der Partitur.
"Dank an Wertheim"
Die letzten Stücke, vor allem der hymnische, eigens für den Anlass
komponierte "Dank an Wertheim", waren meta-chorisch angelegt: Zum Teil
spielten die einzelnen mehrstimmigen Chöre unterschiedliche Melodien
oder wechselten sich mit Solopassagen ab. Als besondere Erschwernis kam
neben dem einen oder anderen "Bumm-bumm"-Auto hinzu, dass die Kirche St.
Venantius zu früh mit dem Glockenläuten anfing. Doch offenbar war es
auch den Musikern bewusst, dass das gesamte Prestige der Veranstaltung
letztlich an diesem einen Titel hing.
Knisternde Anspannung
Neben dem wunderschönen Choral konnte man in diesen kurzen Minuten auch
eine knisternde Anspannung über den Dächern der Altstadt spüren, die
sich in einer ordentlichen Leistung niederschlug. "Alles gut gelaufen,"
mehr Kommentar fand ein spürbar erleichterter Schaefer nach dem
Verklingen des letzten Tons nicht. Fast hatte er es eilig, wieder festen
Boden unter die Füße zu bekommen, um sich der nächsten Riesenaktion, dem
Luftbild vor der Main-Tauber-Halle, zu widmen. gut
© Fränkische Nachrichten -05.07.2011
27.
Badischer Landesposaunentag:
Am Ende der Großveranstaltung wurde eine positive Bilanz gezogen
Von unserem Mitarbeiter Elmar Kellner
WERTHEIM. "Es hat alles hervorragend geklappt"
An dieses Ereignis wird man sich in Wertheim noch lange erinnern. Mit
einem beeindruckenden Schlussgottesdienst auf dem Verkehrsübungsplatz an
der Main-Tauber-Halle ging am Sonntagnachmittag der 27. Badische
Landesposaunentag zu Ende (siehe weiteren Artikel in dieser Ausgabe),
der seit Freitagabend unter dem Motto "Eine feste Burg . . ." die Stadt
in seinen Bann gezogen hatte.
Der Schlusstag war zunächst geprägt von der Morgenandacht. "Von allen
Seiten umgibst du mich - Lob und Klang über Wertheims Dächern", hieß es,
und die Bläserinnen und Bläser setzten diesen Leitgedanken von vier
verschiedenen Stellen der Stadt aus um.
Und auch wenn "die
güldene Sonne voll Freud und Wonne", so der Titel eines Stückes von
Jürgen Pfiester, sich kaum sehen ließ und zum Ende der Andacht sogar
leichter Regen einsetzte, der guten Stimmung tat dies keinerlei Abbruch.
Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich dann in Richtung
Main-Tauber-Halle in Bewegung, um hier auf dem Taubersportplatz das Logo
des Posaunentages, "Töne der Hoffnung" nachzubilden.
Dieses wurde vom Hubschrauber aus fotografiert, das Bild konnte am
Nachmittag als bleibende Erinnerung mit nach Hause genommen werden (wir
berichteten). Rund um die Halle herrschte noch einmal buntes, lebhaftes
Treiben. Die einen stärkten sich beim Mittagessen, andere informierten
sich an den Ständen von verschiedenen Herstellern von Instrumenten und
Zubehör, und vor allem die Jüngeren vergnügten sich beim Spieleprogramm.
In großer Disziplin versammelten sich die, die gefragt waren, zur
angegebenen Uhrzeit, um für den Schlussgottesdienst zu proben.
Landesposaunenwart Heiko Petersen hatte eine besondere Motivationshilfe
für die Musikerinnen und Musiker: Fast alle Komponisten, deren Stücke
man anschließend zu Gehör brachte, waren persönlich anwesend. "Also
strengt euch an, die kennen ihre Musik und wissen, wie sie klingen
soll", spornte Heiko Petersen an. Landesobmann Pfarrer Maximilian
Heßlein zog unterdessen ein erstes Fazit. "Wir hätten es mit dem Ort
nicht besser treffen können, wir hätten es mit dem Ambiente nicht besser
treffen können", zollte er dabei der Gastgeberstadt ein großes Lob. "Das
erste Fazit ist deshalb ein rundum zufriedenes", sagte er.
Einen kleinen Schatten in all dem Licht gab es aber doch, allerdings
hatten dies die Wertheimer nicht in der Hand. "Ein bisschen zu schaffen
macht uns das Wetter", so Heßlein, um dann aber festzustellen, "selbst
das schafft es nicht, das Lächeln aus den Gesichtern zu vertreiben". Wo
sich die Bläserinnen und Bläser 2015, traditionell an einem Wochenende
im Juli, zum 28. Landesposaunentag treffen werden, steht noch nicht
fest, informierte Heßlein auf Nachfrage.
Für Landesbischof Dr. Ulrich Fischer war es der sechste
Landesposaunentag, den er selbst erlebt hat, und dieser habe ihm
besonders gut gefallen, sagte er während des Schlussgottesdienstes. Er
würdigte die "wunderbaren Gastgeber" und die "gelungene Organisation".
Über einen gelungenen Landesposaunentag freute sich Landesposaunenwart
Armin Schaefer. "Es hat alles hervorragend geklappt auch die
Morgenandacht und das Luftbild. Beides haben wir so noch nie gemacht."
Schaefer schätzte die Zahl der Mitwirkenden und Besucher beim
Abschlussgottesdienst auf rund 3000 Menschen. Für den Samstag hatten
sich, so der Landesposaunenwart, 1100, für den Sonntag 1500 Teilnehmer
angemeldet.
Nach Angaben von Bezirkskantor Manfred Lutz waren insgesamt etwa 140
Helferinnen und Helfer im Einsatz. Er erinnerte an zahlreiche Sitzungen
der Projektgruppe zur Vorbereitung dieses Großereignisses. "Es ist schön
zu sehen, wenn alles so funktioniert, wie man es sich ausgedacht hat."
Dass die Organisation so reibungslos geklappt habe, liege vor allem auch
an den guten Kontakten der Mitglieder der Projektgruppe zu den örtlichen
Vereinen. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt lobte Lutz sehr.
Dekan Hayo Büsing, der die Veranstaltung schon am Vortag einen "kleinen
Kirchentag der Musik" genannt hatte, schmunzelte zum Abschluss, "so
etwas bräuchten wir alle zwei Jahre".
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
27.
Badischer Landesposaunentag:
Veranstaltung dürfte als einer der Höhepunkte in die Chronik der Großen
Kreisstadt eingehen
WERTHEIM. Die Stadt mit herrlichem Klang erfüllt
Es war ein bisschen wie
ein evangelischer Kirchentag der Musik. Geprägt, vor allem am Samstag,
von fröhlichen Menschen, die die Stadt füllten, von den Klängen der
Blechbläser, mal laut und kraftvoll, mal aber auch leise und fast
filigran. Der 27. Badische Landesposaunentag am Wochenende dürfte als
der Höhepunkt in die Wertheimer Chronik nicht nur dieses Jahres
eingehen.
Ein bisschen von dieser Stimmung, die von Freitag- bis Sonntagabend die
Stadt beherrschte, gab es auch schon zum Auftakt, zu dem sich geladene
Gäste an und im Arkadensaal des Rathauses versammelten. Musikalisch
wurde der Empfang am Freitagabend vom Wertheimer Bläserkreis unter der
Leitung von Bezirkskantor Manfred Lutz geprägt. Und Oberbürgermeister
Stefan Mikulicz freute sich auf "ein wunderschönes Wochenende. Wir sind
dankbar und stolz, Gastgeber des Badischen Landesposaunentags sein zu
dürfen", versicherte er. Mikulicz vergaß nicht, alle zu loben, die an
der Vorbereitung beteiligt waren, würdigte die 70 Gastgeber, die private
Quartiere zur Verfügung stellten und hoffte, "dass dieser
Landesposaunentag unvergesslich bleiben wird". Freude und große
Dankbarkeit "sind ganz auf unserer Seite", sagte Maximilian Heßlein,
Obmann der Landesarbeit Evangelische Posaunenchöre in Baden. Er
unterstrich die "große Gastfreundschaft und Kooperationsbereitschaft",
die man in Wertheim in hohem Maße erfahren dürfe. "Wir werden diese
Stadt füllen mit Klängen von allen Ecken und Enden", kündigte der
Landesobmann an.
Großartige Unterstützung
"Jetzt ist er endlich da, der Landesposaunentag in Baden ganz oben",
freute sich Dekan Hayo Büsing. Er erinnerte daran, dass es Bezirkskantor
Manfred Lutz war, der vor Jahren in einer Dienstbesprechung erstmals
angeregt habe, sich um dieses Großereignis zu bemühen. Büsing dankte für
die "großartige Unterstützung gerade auch durch die Stadt" und stellte
fest, "schön, dass dies möglich ist, dass das Miteinander in Wertheim so
praktiziert wird".
Nach dem Eintrag in das Goldene Buch und einem lockeren Beisammensein
gingen die meisten Besucher hinüber zum Eröffnungskonzert in der
Stiftskirche, das genau so in Erinnerung bleiben wird, wie am
Samstagmittag die große
Auftaktveranstaltung auf dem Marktplatz. Von dieser werden die
Wertheimerinnen und Wertheimer noch lange erzählen, denn so voll dürften
sie das Zentrum ihrer Stadt schon lange nicht mehr erlebt haben.
Annähernd 1000 Musikerinnen und Musiker hatten sich versammelt,
musizierten in verschiedenen Besetzungen, mal als kleiner, mal als
besonders eindrucksvoller großer Chor, und auch die Jungbläser trugen
ihren Teil zu den Wohlfühlklängen bei.
Die Landesposaunenwarte Heiko Petersen und Armin Schaefer vollbrachten
staunenswerte Leistungen mit der Leitung dieser Ensembles.
Oberbürgermeister Mikulicz, Dekan Büsing, Landesobmann Heßlein und der
Leitende Obmann des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland,
Bernhard Silaschi wiesen in ihren Grußworten auf die Bedeutung des nur
alle vier Jahre stattfindenden Landesposaunentages hin und schürten die
Vorfreude auf das, was noch kommen sollte.
Und dann war es soweit, die Ankündigung des Landesobmannes Heßlein mit
Leben zu erfüllen: Klänge von allen Ecken und Enden (siehe weitere
Berichte in dieser Ausgabe). Aber auch die Information kam nicht zu
kurz. Am Mainplatz hatten Musikhäuser, Instrumentenbauer und
Musikalienhändler ihre Stände aufgebaut. Es fanden Workshops statt, und
im Barocksaal konnte man mit Pfarrer Heßlein und dem katholischen
Pfarrer Christof Heimpel an einer Bibelarbeit zum Psalm 46, "Eine feste
Burg ist unser Gott" teilnehmen, der dem Landesposaunentag auch das
Motto gegeben hat.
Raum der Stille
Wer es etwas ruhiger haben wollte, verweilte in der Marienkapelle,
die als "Raum der Stille" ausgewiesen. Und in der Kilianskapelle
brachten Dekan Büsig, Stadträtin und Landessynodale Renate Gassert,
Oberkirchenrat Stefan Werner,
OB Mikulicz,
Oberkirchenrat Dr. Matthias Krepplin und der Vorsitzende des
Fördervereins Badische Posaunenarbeit, Wilhelm von Ascheraden, im
halbstündlichen Wechsel alle 150 Psalmen zu Gehör.
Ganz und gar nicht ruhig, dafür um so fröhlicher ging es auf der
Wertheimer Burg zu, die bei fast 250 Kindern und Jugendlichen am
Samstagnachmittag in den Mittelpunkt rückte. Hier lieferte die
Jugendkirche mit den "Robin Hood Burgspielen" ein Meisterstück ab. An 16
Stationen galt es, Aufgaben zu bewältigen, um in die Bande des
bekanntesten Outlaws der Welt aufgenommen werden zu können. Und immer
stand dabei die Teamarbeit im Mittelpunkt, denn nur gemeinsam konnte man
möglichst viele Punkte sammeln. Noch mehr als das Gewinnen stand aber
der Spaß im Zentrum, sei es beim Tauziehen, beim Klettern und Abseilen.
Da ließen es sich auch Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla und
Bezirksjugendpfarrer Moritz Martiny nicht nehmen, sich, in aller
Freundschaft, mit Kissen zu "befehden" und zum allgemeinen Vergnügen
beizutragen. Erschöpft aber glücklich, so ließen sich wohl die
Empfindungen der allermeisten beschreiben, als man sich am Ende des
Nachmittagsprogramms rund um die Stiftskirche traf, um sich für die
Abendveranstaltungen und für den nächsten Tag zu stärken, der ja weitere
Höhepunkte bringen sollte. ek
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
Eröffnungskonzert: Auftakt des 27. Badischen Landesposaunentags in der
Stiftskirche
WERTHEIM. Ganz besonderes Quadrofonie-Erlebnis
Das Eröffnungskonzert des 27. Badischen Landesposaunentages fand am
Freitagabend in der Stiftskirche statt. Der Bläserkreis der Hochschule
für Kirchenmusik Heidelberg und das Nordbadische Blechbläserensemble
wurde von Landesposaunenwart
Armin Schaefer dirigiert. Bezirkskantor Manfred Lutz, der zuvor schon
beim Empfang als Posaunist aktiv war und Kraft seines Amtes als ein
Haupt-Organisator des Großereignisses seit Wochen viel außermusikalische
Energie aufwenden musste, brillierte auch an der Orgel mit einer
hinreißend gespielten "Dance Suite" von Noel Rawsthorne.
Nur eine einzige Solo-Posaune begann beim "Feierlichen Einzug der
Ritter des Johanniterordens" von Richard Strauß mit dem eingängigen,
punktierten Zwei-Ton-Motiv, das sich in immer neuen Variationen und sich
steigernden Besetzungen ganz allmählich zu einem mächtigen Klang
entwickelte. Die 24 Blechbläser wurden durch die volle Registrierung der
Orgel, deren Harmonien Max Reger ergänzt hatte, sowie durch die anfangs
dezent, aber permanent agierenden Kesselpauken zu einem unglaublich
füllenden, majestätischen Klang verstärkt.
Nach der Begrüßung durch den Landesobmann der Evangelischen
Posaunenchöre in Baden, Maximilian Heßlein, hatten die Zuhörer
Gelegenheit, beim Mottolied des Posaunentags "Ein feste Burg ist unser
Gott" kräftig mitzusingen.
Immer wieder mussten die 50 Musiker ihre Positionen, entsprechend
der unterschiedlichen Besetzungen, wechseln. Zu den vierchörigen
Psalmvertonungen von Giovanni Gabrieli und Heinrich Schütz teilte sich
das große Orchester in vier selbstständig vierstimmig spielende Chöre
auf, davon zwei im Chorraum und zwei auf der Empore. Der Blickkontakt
mit dem Dirigenten war wegen der großen Entfernung voneinander eminent
wichtig, jedoch war auch darauf zu achten, das manchmal verzwickte
Notenbild nicht aus den Augen zu verlieren. Echostellen und klangliche
Kontraste machten die beiden vierchörigen Meisterwerke für die mitten im
Geschehen sitzenden Zuhörer zu einem ganz besonderen, hautnah zu
genießenden Quadrofonie-Erlebnis.
Die Entscheidung, welches Werk das absolute Highlight des Abends
war, war in Anbetracht des nur aus Höhepunkten bestehenden Programms
sicherlich nicht einfach zu treffen. Für viele Zuhörer wird es aber der
gehaltvolle Eingangschor "Lobe den Herren" von Johann Sebastian Bach
gewesen sein, den die Bläser mit der ihnen eigenen besonderen
Überzeugungskraft besonders und im wahrsten Sinne des Wortes
"glaubwürdig" interpretierten. Die prägnant gespielten
Cantus-Firmus-Zeilen wurden durch frisch fließende, filigrane
Zwischenspiele verbunden. Als ganz besonderer Hochgenuss erwies
sich der zweiteilige Orgelvortrag von Manfred Lutz. "Waltz" und "Line
Dance" spielte er gefühlvoll und vor Energie sprühend, mit farbiger
Registrierung und mit einem guten Schuss Humor, den der Komponist Noel
Rawsthorne, zum Beispiel mit "Old Mc Donald had a farm", bereits in das
Werk hineinkomponiert hatte. Für seine großartige Leistung konnte
Manfred Lutz einen begeisterten und außergewöhnlich lang anhaltenden
Applaus entgegegennehmen. Bläserbearbeitungen der Romantik von
Edvard Grieg und Felix Mendelssohn-Bartholdy wurden von den Bläsern
wieder mit viel Gefühl und stufenloser dynamischer Bandbreite
präsentiert. Als reiner "Posaunenchor", also ohne die engmensurierten
Trompeten, faszinierte die Kantate "Landerkennung" von Edvard Grieg
durch den weichen und harmonischen Klang der tiefen Instrumente.
Martin Luther habe gesagt: "Wohin du dein Herz hängst, da ist dein
Gott". Landesobmann Maximilian Heßlein führte dieses Zitat weiter: "Wie
es schlägt und wo es schlägt, haben Sie hören können".
Mit Gebet, Vaterunser und Segen leitete er über zum musikalischen
Abschluss: Beim folgenden "Now thank we all our God" von John Rutter zog
nicht nur Manfred Lutz an der Orgel, sondern auch Armin Schaefer im
Chorraum "alle Register": Gleich fünf Schlagwerker sorgten mit Pauken,
Trommeln, Becken und "Tubular Bells" für die Klangkrone auf der ohnehin
effektvollen Festmusik.
Auf die drei Strophen des Chorals "Nun danket alle Gott", der Bläser,
Orgel und Publikum singend und spielend zusammenführte, folgte lang
anhaltender, im Stehen gespendeter Applaus. Zugabe war der herrliche
Bachchoral "Gloria sei Dir gesungen", dem zunächst eine wohltuende
feierliche Stille folgte, bevor weiterer begeisterter Applaus den
Schlusspunkt des Eröffnungskonzerts setzte, das weit mehr als nur ein
"Auftakt" des 27. Badischen Landesposaunentags war. Rainer Lange
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
Konzert Hymnus in der
Stiftskirche:
Die hohe Kunst der Blechbläserkunst von "Genesis" Brass geboten
WERTHEIM. Feierliche und eindringliche Musik
"Guten Abend, Wertheim. Wir suchen ein gutes B-Flügelhorn. Haben Sie
eines dabei?" So begrüßte Christian Sprenger, Dirigent des
Profi-Ensembles "Genesis-Brass" die Zuhörer am Samstagabend in der voll
besetzten Stiftskirche. "Ein Malheur" sei beim Einspielen passiert,
deshalb benötige man jetzt ein Leihinstrument. Wenige Minuten später
konnte das Konzert beginnen, denn natürlich stand ein Flügelhorn schnell
zur Verfügung. "Deshalb spielen wir so gern vor Bläsern", freute sich
der Dirigent, "egal, was passiert: man hält zusammen!"
Christian Sprenger moderierte humorvoll und informativ. Mit eigenen
Kompositionen und Arrangements nach Melodien von Joachim Neander, Johann
Crüger, Martin Luther, Bartholomäus Gesius und Johann Georg Ebeling
wolle man Wort und Musik ineinander fließend gestalten und die
Botschaft, die in den Chorälen stecke, neu formulieren. So konnte man
das Programm tatsächlich fast wie das Inhaltsverzeichnis eines
Gesangbuches lesen. "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren",
"Tut mir auf die schöne Pforte" und "Auf, auf, mein Herz, mit Freuden"
waren Titel der Fantasien, die effektvoll die Stimmung des Chorals wie
ein impressionistisches Tongemälde widergaben, aber auch den
Cantus
firmus meist sehr deutlich erkennen ließen.
Den Paul-Gerhardt-Text "Sollt ich meinem Gott nicht singen"
interpretierten die zehn Blechbläser und ihr Pauker mit kraftvollen
Akkorden, die sich mit filigranen Zwischenspielen, manchmal nur von zwei
oder drei Solisten gespielt, abwechselten.
Nicht fehlen durfte das Motto-Lied des Posaunentages "Ein feste Burg ist
unser Gott" von Martin Luther. Es sei wohl ein kämpferisches Lied mit
klarer Linie, doch habe Luther auch unter Zweifeln und Trübsal gelitten.
So begann die Choralfantasie dezent-demütig, entwickelte sich dann aber
in immer kernigeren Harmonien zu einem kraftvollen und eindeutigen
Dur-Klang, der wohl nur von Blechbläsern so unmissverständlich und klar
hörbar gemacht werden kann.
Immer wieder ließ Sprenger sein Bläser-Publikum die Choralzeilen
mitsingen, so auch bei "Du meine Seele singe", dessen aufsteigendes
Dreiklangsmotiv besonders jubelnd die Stimmung im Kirchenschiff
widerzugeben schien. Christian Sprenger konstatierte, offensichtlich im
Einklang mit den Zuhörern: "Es gibt nichts Lebensbejahenderes als Singen
. . . und Blechblasen!" Beim Vorstellen der einzelnen Instrumentalisten
lobte er die riesige, sonore Basstuba ebenso wie die hohen Trompeten:
"Es muss unten schön brummen, damit's oben schön perlt!" Klanglich vom
Feinsten waren stets die reinen Posaunensätze, die zum Beispiel beim
Flehen um Frieden im Lutherlied "Verleih uns Frieden gnädiglich"
besonders effektvoll mit knatterndem Kanonendonner begannen, um
schließlich nach der extrem hoch, wie von ferne einsetzenden Hornstimme
in einen beruhigenden, von der Tuba fest fundamentierten, langen,
harmonischen Schlussakkord zu münden.
Den Abschluss des Konzertprogramms bildete eine herrliche Bearbeitung
des Loblieds "Nun danket alle Gott", in der die allen Bläsern bekannte
festliche Oberstimme von Johann Sebastian Bach auf geniale Weise
eingearbeitet und verwoben worden war. Trotz der vielen Klangeffekte
wurde der eigentliche Choral in erstaunlich ruhigem Tempo zelebriert und
wirkte dadurch besonders feierlich und eindringlich.
Dem Choral schloss sich ein fetziges Nachspiel an, das in einem
bombastischen Schlussakkord, ähnlich dem Schlussböller beim
alljährlichen Feuerwerk auf der Wertheimer Burg, endete. "Tschüs,
Wertheim, bis bald mal wieder!" lautete das abschließende Wort von
Professor Sprenger.
Als ganz besonderen Dank empfand man, dass das geliehene Flügelhorn bei
einer der beiden Zugaben als Soloinstrument eingesetzt war, bevor es an
seinen Eigentümer zurückgegeben wurde. Rainer Lange
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
27. Badischer
Landesposaunentag:
Zahlreiche Konzerte und umfangreiches Programm geboten
WERTHEIM. Ein feierähnlicher Charakter
Für einen echten Wertheimer führte am Samstag kein Weg vorbei an den
Veranstaltungen zum 27. Badischen Landesposaunentag. Über 2000
Posaunisten, Trompeter, Tuba- und Hornspieler waren bis zum Samstag
meist mit der ganzen Familie angereist und drückten der Stadt ihren
eigenen, unübersehbaren Stempel auf.
Den Nachmittag über spielten auf fünf Plätzen der Altstadt für jeweils
eine Dreiviertelstunde 15 Chöre, die in allen Dimensionen das gesamte
Spektrum der Ensemble-Blechblasmusik abdeckten.
Darbietungen
Zu hören gab es
einheimische Gruppen wie den Wertheimer Bläserkreis und die Big Band des
Dietrich-Boenhoeffer-Gymnasiums und "exotische" Gäste wie den
Posaunenchor "St. Hippolyte du Fort" aus Frankreich und die "Bloemendal
Moravian Brass Band" aus Port Elizabeth in Südafrika.
Dirigenten, bei denen jeder spiellustige Laie spontan in den Chor
einsteigen durfte, was viele auch taten, und Halbprofis, wie die Bläser
des Südbadischen Blechbläserensembles, das Quartett der Nordelbischen
Posaunenmission und der Bläserkreis der Heidelberger Hochschule für
Kirchenmusik. Zu hören waren Werke vom frühbarocken Bach-Choral über
südafrikanische Gospels und experimentellen Jazz bis zur modernen
Popballade.
An interessiertem, fachkundigen Publikum mangelte es dabei weder am
Pavillon auf dem Mainvorplatz oder dem Neuplatz, wo die Konzerte einen
ausgelassenen, feierähnlichen Charakter annahmen, noch in der
Stiftskirche oder auf dem Wenzelplatz, wo eher das Besinnliche, die
Erhöhung Gottes, in den Brennpunkt rückte.
Als hätten es die Gäste der Großen Kreisstadt mit diesem Programm nicht
schon schwer genug gehabt, sich den jeweils besten Aufenthaltsort
auszusuchen, kamen noch einige Workshops dazu, die gratis angeboten
wurden. Renommierte Vertreter der vier eingangs erwähnten
Instrumentengattungen wie Posaunist Matthias Gromer vermittelten
richtige Körperhaltung und Ansatz, effiziente Atemtechniken und
wertvolle Tricks für das Spiel in der Gruppe.
Komponisten
Auch in der Szene bestens bekannte Komponisten für Blechbläser wie
Dieter Wendel luden zur gemeinsamen Arbeit ein. Dabei ging es, so
Wendel, weniger darum, in eineinhalb Stunden fertige Notensetzer zu
produzieren, sondern vielmehr, die Kommunikationslücken zwischen
praktizierenden Musikern und Komponisten zu überbrücken. Für Laien ist
Letzterer zu oft ein fremdes, unverstandenes Wesen, das seine Punkte und
Striche wohl in reiner Willkür setzen muss. Nun hatten sie die Chance,
beim Durchspielen von ausgewählten Werken Wendels die genauen Gedanken
und Intentionen, die er bei ihrer Schaffung verfolgte, zu erfahren. gut
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
Konzert
Brass 5.1:
Künstler überzeugten am Samstag in der Main-Tauber-Halle
WERTHEIM. Virtuose Musikdarbietung
Als um das Jahr 2000 die Idee des
digitalen Heimkinos auf den Entertainment-Markt und in die deutschen
Wohnzimmer drängte, standen die Ziffern "5.1" für luxuriösen
Surroundklang, brillianter als die Realität, fein austariert zwischen
satten Bässen und ätherischen Höhen, kurz: den Hörgenuss der Zukunft.
Wer wie das "Mannheim Brass Quintett" ein Konzert unter diesem
techno-magischen Titel veranstaltet, so geschehen am Samstagabend im
Rahmen des Landesposaunentags in der Main-Tauber-Halle, rechnet
zweifellos damit, dass er bei den Hörern ähnliche Assoziationen und die
daraus resultierenden Ansprüche erweckt. Insofern war der Name perfekt
gewählt. "Wir wollen Kammermusik für Blechbläser auf hohem Niveau
machen, gute Kammermusik," sagt Posaunist Matthias Gromer im Gespräch:
"Dafür stehen wir." Solche Aussagen kann er sich erlauben. Wo jüngere
Musiker im Programmheft ausschweifen, von welchen Stiftungen sie
gefördert werden und an welchen Wettbewerben sie teilgenommen haben,
kann Gromer anführen, dass er bei den Bayreuther Festspielen fester
Solist ist. Punkt. Ansonsten dient er am Nationaltheater Mannheim.
Das unregelmäßig auftretende Quintett ist für ihn wie seine Kollegen
eher ein ehrgeiziges Hobby. Da die klassische Kammermusik in Sachen
Blechbläser wenig hergibt, schreibt Gromer für die Profitruppe die
unwahrscheinlichsten Orchesterstücke um, zum Beispiel italienische
(spät-) Klassik von Puccini, Respighi und Albinoni. Ansonsten bedient
man sich an allem, was für das Blechquintett so geschrieben wurde -
Hauptsache, es ist anspruchsvoll. "Café 1930", ein Satz aus Astor
Piazzollas zeitgenössischer, retro-barocker "Histoire du Tango", ein
seltenes Beispiel argentinischen Schwermuts und eine einzigartige
Verschmelzung von volkstümlichem Tango Argentino und formentleerter
Zwölftonmusik.
Das Konzert "Shadows" vom Isländer skell Msson, eine in Noten gegossene
Collage aller der Menschheit bekannten Formen des Wahnsinns; flirrende,
chaotische, fast schon abstoßende Avantgarde. "Three Dance Episodes" aus
Leonard Bernsteins fast vergessenem Musical "On The Town", beste
Unterhaltungsmusik zwischen wildem Swing und schwülstigem Broadway.
"Blechbläsersextett Es-Moll op. 30" vom Virtuosen Oskar Böhme, wohl eher
geschrieben für seine St. Petersburger Cornettschüler und ihre Gönner
denn für ein echtes Publikum.
Aber halt - ein Quintett kann kaum einen Sextettsatz spielen. Was noch
fehlt, ist das "1." aus dem "5.1". Beim Toningenieur separiert es den
Subwoofer von den eigentlichen Lautsprechern, bei "Mannheim Brass" den
Gastmusiker und Trompetenprofessor Reinhold Friedrich, der bei der
Hälfte der Titel als Solist antrat und dem Publikum einen Geschmack
davon gab, was man mit diesem Instrument, das vor dem Erscheinen von
"Satchmo" als Soloinstrument nur eine kümmerliche Rolle spielte, alles
machen kann. Und er machte vor allem eins: Mit seiner Geschwindigkeit,
insbesondere bei der zur Improvisation einladenden Jazz-Zugabe des
Schweizers Daniel Schnyder, überzeugte er jeden Zuhörer.
Sechs virtuose Musiker und ein Programm der Extreme reichten denn auch
aus, ein 800 Mann starkes Publikum, von denen mindestens zwei Drittel
selbst aktiv am Posaunentag beteiligt waren, restlos zu faszinieren.
Gerade der Fakt, dass die meisten seiner Gäste die gleichen Instrumente
selbst spielten, machte dem Moderator Gromer sichtlich Freude.
Tagsüber hatte er einige darunter bei Posaunenworkshops unterrichtet,
und nun konnte er in dem Wissen, dass das Publikum wirklich über die
Materie Bescheid wusste, fröhlich über die Besonderheiten der Titel oder
ihrer Komponisten plaudern. Auch der fast geschenkte Eintrittspreis trug
zu dem Gefühl bei, dass es sich hier um ein Konzert von Musikern für
Musiker handelte, das nicht den Profit, sondern die Pflege der Blasmusik
als veritable Gattung innerhalb der höheren Kultur zum Ziel hatte. gut
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
Das Erlebte des Tages ließ
man nachklingen
WERTHEIM. Samstagabendausklang
Stimmungsvoll schloss das umfangreiche Programm des Landesposaunentags
am Samstagabend im Rathausinnenhof. "Im leisen Klang kann das Erlebte
des Tages nachklingen und unsere Gedanken können zur Ruhe kommen," sagte
Landesbischof Dr. Ulrich
Fischer bei den "Nachtgedanken". In den Mittelpunkt dieses liturgischen
Tagesabschlusses stellte der Landesbischof das bekannte Abendlied "Der
Mond ist aufgegangen" von Matthias Claudius. In seiner Betrachtung der
einzelnen Verse dieses Liedes, das die Besucher kräftig mitsangen,
spannte er einen großen Bogen, in den er die Zuhörer mit hinein nahm.
Von der faszinierenden Abendstimmung einer Mondnacht zeige das Lied
weiter, dass sich hinter dem Vordergründigen viel Unsichtbares verberge,
das man nur mit dem Herzen sehen könne. Der Blick auf die Halbheiten und
Begrenztheiten des menschlichen Lebens führe zur Selbsterkenntnis und
münde hier im Lied in ein Gebet. Im Bewusstsein der Vergänglichkeit
dichtete Matthias Claudius "Gott lass dein Heil uns schauen". Der Bogen
schließe sich wieder mit der Bitte um die Zeit der Ruhe und um die Sorge
für den Nächsten, führte Dr. Ulrich Fischer aus. Der mittelbadische
Bläserkreis und das südbadische Bläserensemble unter der Leitung von
Landesposaunenwart Heiko Petersen erfreute mit dem "Allegro maestoso e
vivace" von Felix Mendelssohn Bartholdy und mit "wenn das Sandmännchen
kommt" von Leonhard Paul die Besucher der "Nachtgedanken". Die
Bläserinnen und Bläser begleiteten auch die Gemeindelieder "Der lieben
Sonne Licht und Pracht", "Der Mond ist aufgegangen" und "Segne und
behüte" und setzten hiermit nochmals einen musikalischen Akzent zum
Abschluss des Tages. rw/Bild: Weisensee
© Fränkische Nachrichten -04.07.2011
27. Landsposaunentag:
Das
Logo „Töne der Hoffnung" wurde auf dem Taubersportplatz von den
Teilnehmern nachgestellt
WERTHEIM.
Ein Bild voller fröhlicher Menschen
Mit
einem Bild voller fröhlicher Menschen haben die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer des 27. Badischen Landesposaunentages gestern Vormittag „Töne
der Hoffnung" symbolisiert. Hunderte Bläserinnen und Bläser stellten auf
dem Taubersportplatz das
Logo der Landesposaunenarbeit nach und lieferten damit ein weiteres
imposantes Bild einer imposanten Veranstaltung. Beeindruckend war schon
der lange Pilgerstrom, der nach der Andacht am Morgen Richtung
Main-Tauber-Halle zog. Dort angelangt hieß es erst einmal, die
Instrumente abzugeben denn bei der anschließenden „Luftbildaktion"
sollte es ja keine „Blechschäden" durch zusammenstoßende Posaunen und
Trompeten geben. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter zum
Sportplatz, wo freundliche Helferinnen und Helfer die eintreffenden
Massen mit roten und gelben Zetteln - den Farben des Logos -
ausstatteten und n die Mitte des Feldes auf ihre Plätze dirigierten. Der
teils ausgelassenen Stimmung tat es auch keinen Abbruch, dass es
zwischenzeitlich immer wieder einmal leicht regnete.
Bereitwillig folgte man den Anweisungen, auch bis dahin eher
Unbeteiligte auf den Rängen ließen sich dazu überreden, auf den Platz zu
kommen und zumindest den Rand des Logos zu bilden. Nach knapp einer
dreiviertel Stunde kündigten die charakteristischen Geräusche das Nahen
des Hubschraubers an, in dem der Fotograf saß, der die ganze Aktion im
Bild festhielt. Das wurde dann per Funk zum Boden übermittelt, im
Computer bearbeitet, an die Druckerei geschickt, und schließlich sollten
Mitwirkende und Besucher des Abschlussgottesdienstes das Foto mit nach
Hause nehmen können als bleibende Erinnerung.
ek
© Fränkische Nachrichten -30.06.2011
Landesposaunentag: Bläser aus den Posaunenchören des Kirchenbezirks
trafen sich zur Probe
WERTHEIM. Die Vorbereitung geht in die "heiße" Endphase
Blechbläser aus den acht Posaunenchören des Kirchenbezirks Wertheim
trafen sich am Dienstag im Stiftshof zu einer gemeinsamen Probe für die
Veranstaltungen und Konzerte des 27. Badischen Landesposaunentags, der
am Wochenende in Wertheim stattfinden wird.
Landesposaunenwart
Armin Schaefer aus Walldorf, der bei diesem Großereignis die
musikalische Leitung innehat und die Probe dirigierte, erwartet dazu bis
zu 2500 weitere Blechbläser (auch Tuben und Trompeten fallen in den
Geltungsbereich des klassischen Posaunenchors)- aus dem gesamten
ehemaligen Großherzogtum.
Dass die sich regelmäßig, nämlich alle zwei bis drei Jahre, in solchen
Zahlen treffen, ist ein unter Musikschaffenden recht ungewöhnliches
Spezifikum. Das hänge, wie Schaefer erklärte, mit der grundsätzlichen
Rolle der Blechbläser als Ensemble-Instrumente und der traditionellen,
engen Bindung jener Ensembles an die Kirche zusammenhängt. Als echter
Teamspieler begrüßte er die musikalischen Vertreter der Gastgeberstadt
daher auch mit den starken Worten "bis Sonntag bin ich ein Wertheimer."
Das Repertoire für die Konzerte berührt "die gesamte Bandbreite der
Posaunenchorliteratur von Renaissance bis Jazz, ausgenommen Volksmusik,"
berichtete Schaefer im Vorfeld und hoffte, dass die Musiker die Stücke
seit der ersten gemeinsamen Probe im Februar auch geübt haben. Darunter
sind auch zwei Titel, die speziell für diesen Landesposaunentag, genau
genommen die Morgenandacht am Sonntag mit mehreren, an verschiedenen
Plätzen der Altstadt spielenden Chören, komponiert wurden. Die rund 70
Amateur-Musikerinnen und -Musiker zwischen zehn und 80 Jahren schienen
den Landesposaunenwart bei der Gemeinschaftsprobe aber nicht zu
enttäuschen. Entsprechend dürften sie der Stadt Wertheim und der ganzen
Region beim Landesposaunentag alle Ehre machen. gut
© Fränkische Nachrichten -25.06.2011
27. Badischer Landesposaunentag: Wertheim ist für das Großereignis vom
1. bis 3. Juli gerüstet
Von
unserem Redaktionsmitglied Bernhard Müller
WERTHEIM. Von Musik, Klang und Freude erfüllt
"Das Wetter können wir nicht beeinflussen, ansonsten ist Wertheim
für den 27. Badischen Landesposaunentag gerüstet", erklärt Bezirkskantor
Manfred Lutz. Neben Armin Schaefer, Landesposaunenwart Nordbaden, der
die Federführung für die Großveranstaltung vom 1. bis 3. Juli in der
Main-Tauber-Stadt hat, ist Manfred Lutz zusammen mit einem fünfköpfigen
Mitarbeiterstab seit über zwei Jahren mit der Vorbereitung dieses
besonderen Treffens beschäftigt.
Noch
wartet auf die Organisatoren und die über 150 Helferinnen und Helfer aus
den Posaunenchören von Wertheim, Nassig, Bettingen, Sachsenhausen,
Wenkheim, Tauberbischofsheim und Lauda-Königshofen eine Menge Arbeit.
Dennoch merkt man Manfred Lutz die Vorfreude auf dieses Großereignis an,
das von der Evangelischen Landeskirche in Baden veranstaltet wird. Es
sei fast ein wenig vergleichbar mit einem Kirchentag, so der
Bezirkskantor. Denn "beim Landesposaunentag trifft sich die Gemeinde der
Bläser, die hier Gemeinschaft erleben können, während sie sonst in den
Chören ihr Eigenleben führen". So soll in der Wertheimer Altstadt unter
dem Motto "Ein feste Burg" das freudige Ereignis des Landesposaunentags
zusammen gefeiert werden.
Dafür investieren die Helfer viel Zeit, Arbeit und ehrenamtliches
Engagement, damit sich die etwa 2500 erwarteten Gäste in der
Main-Tauber-Stadt wohlfühlen. Derzeit liegen schon über 1800 Anmeldungen
von Teilnehmern vor. Weitere werden folgen. Und die müssen untergebracht
und versorgt werden.
Projektgruppe
Damit das alles gemeistert werden kann, hat sich bereits vor über
Jahren eine Projektgruppe mit Vertretern aus dem Kirchenbezirk gebildet.
Dieser gehören neben Lutz Herbert Dosch, Antje Albrecht, Geertje Klein
und Fritz Joas an. Diese wiederum scharten zahlreiche Freiwillige um
sich, um die vielen Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. So
kümmert sich beispielsweise Simone Habiger um die Vergabe der rund 70
Privatquartiere. Hierzu wurden Adressen gesammelt und dann entsprechend
verteilt. Sonja Miranda-Martinez wiederum organisiert die Einquartierung
von Bläser-Jugendgruppen im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und in der
Grund- und Werkrealschule Wertheim. Dort werden etwa 30 Klassenzimmer
freigeräumt und als Nachtquartier eingerichtet. Zudem müssen die
Jugendlichen mit Frühstück in den Schulen versorgt werden.
Apropos Versorgung: Fleißige Hände sind etwa auch am Samstag für das
Abendessen gefragt, das der Kirchenbezirk für die Gäste bereitstellt.
Dazu werden Frauen aus Nassig allein rund 1100 belegte Brötchen richten.
Außerdem wird Obst in dem Lunchpaket sein, das vollkommen mit Biowaren
ausgestattet sein soll. Die Idee dafür stammt von Bio-Bauer Fritz Joas,
der nicht nur 2500 Euro zur Verfügung stellt, sondern auch ein Zeichen
setzen will für den sorgsamen Umgang mit Nahrungsmitteln, wie Lutz
erklärt. Gefordert ist aber auch Muskelkraft, um die zahlreichen
Bänke und Tische auf den verschiedenen Plätzen auf- und abzubauen. "Es
sind zudem unwahrscheinlich viele Kleinigkeiten zu beachten und zu
organisieren, nennt Lutz als ein Beispiel den Blumenschmuck in der
Kirche oder am Rednerpult. Andere Helfer werden sich als "Wegweiser"
engagieren oder übernehmen Aufgaben als Ordner.
Viel Arbeit zu leisten
Wieder
andere betreuen die Instrumentenaufbewahrung, die im Stiftshof und der
Main-Tauber-Halle angeboten wird. Zudem muss für die zahlreichen
Konzerte, Workshops und sonstigen Programmpunkte, die an diesem
Wochenende angeboten werden, das entsprechende Equipment zur Verfügung
gestellt werden. "Es ist schon eine ganze Menge Arbeit, die von
den Helferinnen und Helfern zu leisten ist", lobt der Bezirkskantor das
große Engagement, ohne das ein solches Ereignis wohl auch nicht zu
bewerkstelligen wäre. Doch die Mühen dürften vergessen sein, wenn
Wertheim an diesem besonderen Wochenende mit Schall und Klang erfüllt
sein wird. Etwa bei der musikalischen Morgenandacht am Sonntag, 3. Juli,
um 9.30 Uhr. Getrennt an vier Stellen über den Dächern der
Main-Tauber-Stadt und doch zusammen, werden rund 2500 Bläserinnen und
Bläser den Himmel über Wertheim mit dem Klang spezieller Kompositionen
erfüllen und den Tag einläuten. Eine eigene Probe dafür gibt es
nicht, aber "es muss einfach klappen", ist sich Manfred Lutz sicher, der
an diesem Wochenende auch bei weiteren Konzerten als Mitwirkender oder
Dirigent "eingespannt" sein wird.
Mit dem Schlussgottesdienst "Ein feste Burg" auf dem
Verkehrsübungsplatz an der Main-Tauber-Halle, an dem sich alle
Bläserinnen und Bläser sowie zwei Musikgruppen beteiligen werden, endet
der Landesposaunentag, ehe zum Abschluss um 17 Uhr ein Choralblasen
stattfindet. Und Manfred Lutz hofft, dass sich sein Wunsch aus seinem
Grußwort "Sie sind nach Wertheim gekommen, bringen Sie etwas von Wert
heim" für alle Gäste erfüllt.
Weitere Informationen, auch ausführliche Beschreibungen zu den
Konzerten sowie das Programmheft gibt es im Internet unter der Adresse
www.lpt.posaunenarbeit.de.
Das Programm des
Landesposaunentags vom 1. bis 3. Juli in der Main-Tauber-Stadt
■
Der 27. Badische
Landesposaunentag findet von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. Juli, unter
dem Motto „Ein feste Burg" in der Main-Tauber-Stadt statt.
Nachfolgend das Programm.
Freitag, 1. Juli
■
18.00 Uhr
Empfang von Oberbürgermeister Stefan Mikulicz für geladene Gäste;
■
20.00 Uhr
Eröffnungskonzert in der Stiftskirche mit dem Bläserkreis der
Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg, dem Nordbadischen
Blechbläserensemble und Bezirkskantor Manfred Lutz an der Orgel.
Leitung:
Landesposaunenwart Armin Schaefer. Das Konzert ist öffentlich und der
Eintritt ist frei.
Samstag, 2. Juli
■
10.00 Uhr
Massenquartiere öffnen;
■
12.00 Uhr
Eröffnungsveranstaltung auf dem Marktplatz unter Mitwirkung aller
bisher angereisten Bläserinnen und Bläser des Landesposaunentags.
■
13.00 bis 18 Uhr
Informationen und Musik: In der gesamten Innenstadt findet man
Informationsstände von Verlagen, Instrumentenbauern, Musikalienhändlern
und vieles mehr.
■
13.00 Uhr Raum
der Stille: In der Marienkapelle kann man dem Trubel entfliehen und
Ruhe finden.
■
13.30 Uhr150 Psalmen - bewegende Lieder der Bibel: In der Kilianskapelle
werden von prominenten Personen alle 150 Psalmen der Bibel gelesen. Das
Betreten und Verlassen der Kapelle ist jederzeit möglich.
■
14.00 Uhr
Kinder- und Jugendangebote: In der Wertheimer Burg geht für alle
Kinder und Jugendlichen die Post ab.
■
14.00 Uhr bis
15.30 Uhr Ein feste Burg ist unser Gott. Bibelarbeit zu Psalm 46:
Im Barocksaal des Rathauses mit dem Landesobmann der evangelischen
Posaunenchöre in Baden,
Pfarrer
Maximilian Heßlein, und seinem katholischen Kollegen, Pfarrer Chrisof
Heimpel.
■
14.00 Uhr
Konzerte auf verschiedenen Plätzen und in der Stiftskirche.
■
14.00 Uhr
Workshops, erste Runde (bis 15.30 Uhr) in verschiedenen Räumen der
Innenstadt Komponisten- und Instrumentalworkshops,
■
16.00 Uhr
Workshops, zweite Runde (bis 17.30 Uhr) in verschiedenen Räumen der
Innenstadt: Komponisten- und Instrumentalworkshops.
■
18.00 Uhr
Abendessen rund um die Stiftskirche. Essensmarken sind über die
Posaunenarbeit erhältlich.
■
18.00 Uhr Massen
quartiere öffnen (bis 19.30 Uhr).
■
20.00 Uhr Konzert Hymnus in der Stiftskirche.
Es spielt das Blechbläserensemble „Genesis Brass" unter der Leitung von
Christian Sprenger (www.genesisbrass.de)
Eintrittskarten
sind erhältlich über die Posaunenarbeit
■
20.00 Uhr
Konzert Brass 5.1 in der
Main-Tauber-Halle. Reinhold Friedrich und das Blechbläserquintett
„Mannheim Brass" (www.reinhold-
friedrich. de oder www.mannheim- brass.de)
Eintrittskarten erhältlich über die Posaunenarbeit.
■
22.00 Uhr
Masenquartiere öffnen.
■
22.30 Uhr
Nachtgedanken im Hof des Rathauses. Die Andacht hält der badische
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer. Musik: Südbadisches
Blechbläserensemble und Mittelbadischer Bläserkreis;
Leitung:
Landesposaunenwart Heiko Petersen.
■
23.00 Uhr „Hocketse"
(bis 0.30 Uhr) rund um die Stiftskirche. Gemütliches Beisammensein im
Ambiente der altehrwürdigen Stiftskirche. Um die Bewirtung kümmern sich
die Posaunenchöre des Kirchenbezirks Wertheim.
Sonntag, 3. Juli
■
07.30 Uhr
Frühstück in den Massenquartieren.
■ 09.00
Uhr Aufstellung für die Morgenandacht an der Burg, auf dem
Krankenhausparkdeck, auf der Wiese beim Friedhof und auf dem Marktplatz.
■ 09.30
Uhr „Von allen Seiten umgibst du mich" - Lob und Klang über Wertheims
Dächern: Musikalische Morgenandacht, getrennt an vier Stellen über
den Dächern Wertheims und doch zusammen.
Mit 2500
Bläserinnen und Bläsern wird der Himmel über Wertheim mit Klang erfüllt
und der Tag eingeläutet.
■
11.00 Uhr
Luftbildaktion „Töne der Hoffnung XXL": Auf dem Sportplatz bei der
Main-Tauber-Halle stellen tausende Menschen das Logo der Posaunenarbeit
nach, das dann von einem Helikopter aus fotografiert wird.
Dieses Foto
wird im Schlussgottesdienst an alle 5000 Gottesdienstbesucher und
-mitwirkenden kostenlos ausgeteilt.
■
12.00 Uhr
Mittagessen in der und um die Main-Tauber-Halle, Essensmarken sind bei
der Posaunenarbeit erhältlich.
■
13.00 Uhr Jetzt
geht's rund: An der Main-Tauber-Halle: Musik, Aktionen, Spieleprogramm,
gemütliches Beisammensein.
■
14.00 Uhr Probe
für den Schlussgottesdienst auf dem Verkehrsübungsplatz an der Main-
Tauber-Halle.
■
15.30 Uhr
Schlussgottesdienst „Ein feste Burg" auf dem Verkehrsübungsplatz an
der Main-Tauber- Halle mit rund 2500 Bläserinnen und Bläsern der
badischen Posaunenchöre und des Bläserbezirks Aschaffenburg.
Ferner
wirken die „Bloemen- dal Moravian Brassband" aus Südafrika und der
Posaunenchor „les amBRASSadeurs" aus St. Hippolyte du Fort
(Südfrankreich) mit.
Liturgen: Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Landesobmann Pfarrer
Maximilian Heßlein und andere.
■
17.00 Uhr
Choralblasen zum Abschied.
© Fränkische Nachrichten -
02.03.2011
Landesposaunentag:
Rund 5000 Gäste werden am ersten Juliwochenende in die Main-Tauber-Stadt
kommen und auf Plätzen und Gassen Musik erklingen lassen
WERTHEIM. Kirchenmusikalische Einsatztruppe vor Ort
Es wird mehr werden als ein Klangteppich, wenn am ersten
Juliwochenende der 27. Badische Landesposaunentag in der
Main-Tauber-Stadt stattfinden wird. Unter dem Motto "Ein feste Burg. .
." steht das musikalische Treffen, zu dem rund 5000 Besucher erwartet
werden. Armin Schaefer, Landesposaunenwart in der Evangelischen
Landeskirche Baden, stellte dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung
das Programm vor.
Zuvor ging er jedoch auf die Geschichte dieser typisch evangelischen
Musikgruppen ein. Sie seien Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der
Erweckungsbewegung entstanden und hätten sich als große deutsche
Laienbewegung etabliert.
Bundesweit
gäbe es 120 000 Bläserinnen und Bläser in 7000 Posaunenchören, in Baden
seien es 5500 in 280 Chören. "Das ist eine mobile kirchenmusikalische
Einsatztruppe", so Schaefer.
Zum alle vier Jahre stattfindenden Landesposaunentreffen setzten
sich rund 5000 Menschen in Bewegung, führte der Landesposaunenwart aus
und stellte zur Ortswahl fest: "Gott und die Welt im Ländle ganz oben,
in Wertheim." Trotz des reformatorischen Lutherchorals "Ein feste Burg.
. .", der als grundevangelische Hymne gilt, soll der Blick auf die
Ökumene geworfen werden. "Wir sind froh, dass die Ökumene in Baden einen
hohen Stellenwert hat", hob er hervor.
Bei der Vorstellung des Programms war schnell klar, dass Wertheim an
diesem ersten Juliwochenende eine klingende Stadt sein wird. Am Freitag,
1. Juli, steht nach einem Empfang des Oberbürgermeisters das
Eröffnungskonzert in der Stiftskirche mit dem Bläserkreis der Hochschule
für Kirchenmusik Heidelberg, dem Nordbadischen Blechbläserensemble und
Bezirkskantor Manfred Lutz an der Orgel auf dem Programm. Am Samstag
dann wird sich die Stadt mit Posaunisten füllen, so dass um Punkt 12 Uhr
die offizielle Eröffnung auf dem Marktplatz unter aktiver Mitwirkung der
Teilnehmer erschallen wird.
Am Nachmittag werden Psalmen gelesen, die Innenstadt auf Plätzen und in
Gassen musikalisch bereichert und Workshops geboten. Kindern und
Jugendlichen steht die Wertheimer Burg am ganzen Wochenende kostenfrei
bei einem speziell für sie ausgerichteten Programm offen. Am Abend
stehen zwei Konzerte ganz unterschiedlicher Richtungen im
Terminkalender. "Hymnus" mit der Blechbläsergruppe "Genesis Brass" unter
der Leitung von Christian Sprenger und in der Main-Tauber-Halle "Brass
5.1" mit Reinhold Friedrich und dem Blechbläserquintett "Mannheim
Brass". Für den Ausklang des Tages sorgt Landesbischof Dr. Ulrich
Fischer um 22.30 mit seinen Nachtgedanken im Hof des Rathauses, an die
sich ein gemütliches Beisammensein rund um die Stiftskirche anschließt.
Der Sonntag beginnt klangvoll und wird auch den letzten Wertheimern
bewusst machen, dass ihre Stadt an diesem Wochenende unter einem
musikalischen Stern steht. "Von allen Seiten umgibst du mich - Lob und
Klang über Wertheims Dächern" lautet die Überschrift des Spektakels, bei
dem 2500 Bläser vom Parkplatz der Rotkreuzklinik, vom Marktplatz, von
der Burg und von der Bergfriedhofwiese aus eine spezielle Komposition
spielen. Koordiniert wird das Chorquartett vor der Stiftskirche von
Armin Schaefer.
Eine Luftbildaktion auf dem Sportplatz zur menschlichen Darstellung des
Posaunenlogos "Töne der Hoffnung", viel Musik und der
Abschlussgottesdienst runden das Programm ab. Schaefer lobte die
Stadtverwaltung für die mustergültige Unterstützung bei der
Vorbereitung. Bernd Hartmannsgruber (CDU) erhofft sich vom
Landesposaunentag, dass dieser einen Gewinn für Wertheim darstelle.
Renate Gassert (SPD) verglich das beeindruckende Programm mit dem
Landeskirchengesangstag von 1994. hvb
Ausführliches Programm des Posaunentages:
http://lpt.posaunenarbeit.de/
27. Badischer
Landesposaunentag 1. - 3. Juli 2011 in Wertheim:
Unter
dem Motto "Ein feste Burg ..." veranstaltet die Evangelische
Landeskirche Baden vom 1. bis 3. Juli in Wertheim den 27. Badischen
Landesposaunentag. Rund 1.500 Bläserinnen und Bläser werden dabei sein,
um die Straßen und Plätze, die Kirche und Hallen mit den Klängen ihrer
Instrumente zu erfüllen. - Ausführliche Infos auf der
Homepage der Landesposaunenarbeit.
Ein kurzer vorläufiger Programmabriss zur Orientierung:
Freitag, 1. Juli
20:00 Eröffnungskonzert in der Stiftskirche mit dem Bläserkreis der
Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg, dem Nordbadischen
Blechbläserensemble und Bezirkskantor Manfred Lutz an der Orgel.
Leitung: Landesposaunenwart Armin Schaefer. - Eintritt frei!
Samstag, 2. Juli
12:00 Eröffnungsveranstaltung auf dem Marktplatz unter Mitwirkung aller
bisher angereisten Bläserinnen und Bläser des Landesposaunentages
13:00 Info & Musik (bis 18:00 Uhr)
In der gesamten Innenstadt findet man Info-Stände von Verlagen,
Instrumentenbauern, Musikalienhändlern u. v. m.
14:00 Kinder- und Jugendangebot
In der riesigen Burg Wertheim geht für alle Kinder und Jugendlichen die
Post ab.
14:00 Ein feste Burg ist unser Gott. Bibelarbeit zu Psalm 46 (bis 15:30
Uhr) im Barocksaal des Rathauses mit dem Landesobmann der ev.
Posaunenchöre in Baden, Pfr. Maximilian Heßlein, und seinem kath.
Kollegen, Pfarrer Christof Heimpel
14:00 Konzerte auf verschiedenen Plätzen und in der Stiftskirche
20:00 Konzert „Brass 5.1“in der Main-Tauber-Halle. Reinhold Friedrich
und das Blechbläserquintett „Mannheim Brass“ Eintrittskarten: 10,- €,
erhältlich über die Stadt Wertheim
Sonntag, 3. Juli
09:30 Von allen Seiten umgibst du mich – Lob und Klang über Wertheims
Dächern Musikalische Morgenandacht, getrennt an vier Stellen über den
Dächern Wertheims und doch zusammen. Mit 1500 Bläserinnen und Bläsern
wird der Himmel über Wertheim mit Klang erfüllt und der Tag
eingeläutet.11:00 Luftbildaktion „Töne der Hoffnung XXL“ - Auf dem
Sportplatz bei der Main-Tauber-Halle stellen tausende Menschen das Logo
der Posaunenarbeit nach, das dann von einem Helikopter aus fotografiert
wird. Dieses Foto wird im Schlussgottesdienst an alle
Gottesdienstbesucher und -mitwirkenden kostenlos ausgeteilt.
15:30 Schlussgottesdienst „Ein feste Burg …“auf dem Verkehrsübungsplatz
an der Main-Tauber-Halle mit ca. 2500 Bläserinnen und Bläsern der
badischen Posaunenchöre. - mit Landesbischof Dr. Ulrich Fischer,
Landesobmann Pfr. Maximilian Heßlein u. a.
Die ausführliche Veranstaltungsübersicht gibt es
als pdf-download (ca. 750 KB).
© Fränkische Nachrichten -
07.02.2011
Erste
gemeinsame Probe: Bläser aus dem Kirchenbezirk bereiten sich auf
Landesposaunentag im Juli in Wertheim vor
WERTHEIM. Welturaufführung ist ein Höhepunkt
"Das
ist nicht einfach, aber ihr macht das sehr gut!" Immer wieder lobte
Landesposaunenwart Armin Schaefer (Karlsruhe) die 55 Bläserinnen und
Bläser aus dem Kirchenbezirk Wertheim, die am Samstag zur ersten
gemeinsamen Bezirksprobe für den Landesposaunentag in den Stiftshof
gekommen waren.
Der 27.
Badische Landesposaunentag, zu dem am ersten Juli-Wochenende 2500
Trompeten-, Flügelhorn-, Posaunen-, Tenorhorn- und Tubabläser und ebenso
viele nicht musizierende Begleitpersonen erwartet werden, steht
angesichts der einzigartigen Kulisse der Main-Tauber-Stadt unter dem
passenden Motto "Eine feste Burg". Zahlreiche Komponisten schrieben
anspruchsvolle Werke speziell für die drei geplanten bläserischen
Großveranstaltungen mit Eröffnung, Morgenandacht und
Schlussgottesdienst, die in der gesamten Altstadt und an der
Main-Tauber-Halle stattfinden werden. So wird unter anderem eine moderne
Swing-Version des alten Lutherlieds "Ein feste Burg ist unser Gott"
sicherlich aufhorchen lassen.
Ein weiterer der vielen musikalischen Höhepunkte ist gleichzeitig eine
besondere Welturaufführung, die noch dazu völlig ohne Generalprobe
auskommen muss: Die Choralfanfare "Dank an Wertheim" für vier große
Bläserchöre von Jürgen Pfiester (geboren 1955) wird von den Bläserinnen
und Bläsern von vier verschiedenen Stellen der Altstadt bei der
Morgenandacht am Sonntagvormittag gespielt. Als Dirigenten der vier
Chöre fungieren dabei die Landesposaunenwarte und Komponisten Heiko
Petersen, Traugott Fünfgeld, Simon Langenbach sowie Bezirkskantor
Manfred Lutz. Die Gesamtleitung hat Landesposaunenwart Armin Schaefer,
der die Einsätze über Funk vom Turm der Stiftskirche aus geben wird.
Neben der rein musikalischen Vorbereitung organisieren die Bläser des
Kirchenbezirks auch Unterkünfte und Verpflegung für die insgesamt
erwarteten 5000 Gäste aus ganz Baden.
Das Vorbereitungsteam mit Projektleiter Landesposaunenwart Armin
Schaefer hofft vor allem auf gutes Wetter, damit das Open-Air-Projekt
seine einzigartige Klangwirkung wie geplant voll entfalten kann. rl
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